Bernds Naturbilder

Hier zeige ich Ihnen schöne Bilder von Tieren Pflanzen, Geologie und Besonderheiten aus dem Eichelbachtal & Umgebung.

Violetter Ölkäfer oder Violetter- bzw. Blauer Maiwurm (Meloe violaceus)

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Die Käfer enthalten Cantharin, ein starkes, auch beim Menschen wirksames Gift. An den Beingelenken können sie Tröpfchen ausscheiden, die dieses Gift enthalten. Von diesen Öl-ähnlichen Tropfen haben die Käfer ihren deutschen Namen erhalten.

Der Körper ist violett blau, seltener schwarzblau. Kopf und Halsschild sind sehr fein punktiert mit matten Punktzwischenräumen. Das Weibchen ist größer als das Männchen. Der Hinterleib ist viel länger als die Flügeldecken. Der Käfer wird bis 32mm lang und lebt in sonnig trockenem Gelände mit blühenden Pflanzen.
Das Weibchen legt nach der Paarung ungefähr tausend Eier ab. Aus den Eiern schlüpfen Larven, die etwa 3 mm lang, langbeinig und sehr beweglich sind. Diese Larven klettern instinktiv an Pflanzen hoch. Wenn sie eine Blüte erreichen, warten sie auf anfliegende Solitärbienen, die nach Nektar suchen. Sie springen auf diese auf und lassen sich in deren Nest tragen. Die Larve frisst zunächst das Ei der Wirtsbiene, wobei als Wirtsbienen Sandbienen, Seidenbienen, Pelzbienen und Langhornbienen fungieren können. Danach häutet sich die Erstlarve zu einer kurzbeinigen und plumpen Larve. Diese frisst den Nahrungsvorrat der Biene. Im Herbst findet eine Umwandlung zur Puppe statt. Die geschlüpften Käfer überwintern und erscheinen im Mai.
Die Larven ernähren sich vom Ei und Vorrat der Wirtsbienen, die Käfer von Pollen.
Verbreitung:
Europa, Sibirien und Anneroses Garten

Großes Knabenkraut / Orchis mascula

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Das, wie die anderen Knabenkräuter, zur Familie der Orchideen zählende große Knabenkraut, überragt mit seinem hohen Wuchs viele einheimische Orchisarten. Die Pflanze hat 15 bis 30 rosa-purpurrote Blüten, in allseits wendiger Ährenform. Die Blüte sind ca. 2 cm breit, mit dreilappiger Lippe, purpurn gepunktet auf heller Basis. Drei der Blütenblätter stehen aufrecht-seitlich ab, während zwei helmartig zusammengelegt sind. Die 5 bis 15 cm langen und 2 bis 3 cm breiten Blätter stehen in einer Rosettenform. Es wächst bei uns im Eichelbachtal.

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